„Ich bin versunken in tiefem Schlamm und finde keinen festen Grund.“ (Psalm 69,2)
Die Bilder von der Flutkatastrophe in Westdeutschland sind entsetzlich.
Um unserer Sprachlosigkeit Worte zu verleihen, hat der Präses unserer rheinischen Landeskirche, Dr. Thorsten Latzel, das folgende Gebet verfasst:
„Gott, die Wasser haben mir auch die Worte weggespült.
Das Leid, das Menschen gerade geschieht, ist so unfassbar,
dass ich selbst beim Klagen nicht weiß, wo anzufangen.
Bei denen, die ertrunken sind? Bei den Vermissten?
Wir wissen selbst heute noch nicht einmal, wie viele.
Bei denen, die ihr Haus, ihr Geschäft, alle ihre Lebenserinnerungen verloren haben?
Mit der eigenen Wohnung haben viele zugleich ihre Heimat, ihr Vertrauen verloren.
Gott, Du weißt um die Not, für die uns die Sprache fehlt.
Um die vielen Tränen, die dennoch nicht reichen, und die ungeweinte Trauer.
Gott, schenk uns die Kraft jetzt für einander da zu sein.
Einander festzuhalten, wo unser Grund und Halt weggespült wurde.
Gott, gib uns Mut, wieder aufzustehen. Gegen Schlamm und Schutt.
Lass uns für einander Trösterinnen und Hoffnungsbringer sein.
Gott, hilf uns umzugehen mit dem, was wir nicht verstehen.
Und hilf uns so zu leben, dass sich solche Katastrophen nicht vermehren.
Sprich Du selbst Amen, wenn wir es nicht mehr können.“
Über die Situation in rheinischen Gemeinden berichtet unsere Landeskirche in einem Artikel auf ihrer Internetseite, der fortlaufend aktualisiert wird.
Digitaler Klageraum
Wenn Sie selber Ihrem Entsetzen Worte verleihen und es vor Gott und andere Menschen bringen wollen, bietet ein digitaler Klagearum unserer Landeskirche dazu die Möglichkeit. Sie können anonym posten oder Ihren Namen angeben.
Sie können Ihre Beiträge über Instagram, Facebook Messenger, Twitter oder per Formular auf die Wall schreiben. So schreiben Sie einen Beitrag auf die Wall.
Hier rufen Sie die Wall direkt in einem eigenen Fenster auf. Mehr zum Klageraum
Jetzt gemeinsam helfen
Diakonie RWL, die Evangelische Kirche im Rheinland und die Evangelische Kirche von Westfalen bitten gemeinschaftlich um Spenden für Opfer der Unwetterkatastrophe. Das Konto bei der KD-Bank lautet:
Empfänger: Diakonisches Werk Rheinland-Westfalen-Lippe e.V. – Diakonie RWL
IBAN: DE79 3506 0190 1014 1550 20
Stichwort: Hochwasser-Hilfe
Weitere Spendenmöglichkeiten finden Sie unter www.diakonie-rwl.de/hochwasser-hilfe
Börse für Hilfsangebote und Hilfesuchende
Viele brauchen nach der Flutkatastrophe Unterstützung. Viele wollen helfen. Um Hilfsangebote und Bedarf im kirchlichen Bereich vernetzen zu können, hat die rgeinische Landeskirche eine Hilfe-Börse im Internet eingerichtet. Unter www.ekir.de/kirchehilft können Gemeinden direkt veröffentlichen, was Sie brauchen bzw. suchen. Wer Hilfsangebote machen möchte, findet dort eine E-Mail-Anschrift.
